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Wie erkenne ich Bernstein? - Tests für echten Bernstein

Bernstein kann in den unterschiedlichsten Farben und Formen vorkommen. So reicht die Farbpalette von weiß über hellgelb und orange bis hin zu dunkelrot und sogar schwarz (siehe Foto). Manche Steine sind so klar und durchscheinend, dass man sie mit farbigem Glas verwechseln könnte. Andere Steine sind wiederum so kräftig gefärbt, dass sie komplett undurchsichtig sind.

Auch in ihrer Oberflächenstruktur unterscheiden sich Bernsteine teils erheblich. Sie können glatt und glänzend sein oder aufgrund starker Verwitterung rau und matt (siehe Foto). Diese Vielfalt des Erscheinungsbildes macht es für ungeübte Sucher recht schwer, einen echten Bernstein auf Anhieb zu erkennen. Besonders schwer ist weißer Bernstein, so genannter Knochenbernstein zu erkennen.
Aus diesem Grund finden Sie hier eine Liste mit 8 typischen Merkmalen. Sofern alle Merkmale auf Ihren Fund zutreffen, sollte es sich um einen lupenreinen Bernstein handeln.

Liste der Eigenschaften von Bernsteinen:

Farbliche Vielfalt von Bernsteinen Weißer- bzw. Knochenbernstein Stark verwitterter Bernstein

Bernstein brennt

Gleich zu Beginn der wohl unbeliebteste Test für einen selbst gefundenen Bernstein. Da es sich beim Bernstein um fossiles Baumharz handelt, ist er auch nach vielen Millionen Jahren immer noch brennbar. Testen lässt sich das ganz einfach mit einem Feuerzeug oder einem Streichholz. Trockener Bernstein sollte sich recht leicht entzünden lassen und beim Brennen einen aromatischen Harzgeruch verströmen.
Wer seinen schönen Fund nicht dem Feuer aussetzen möchte, kann auch eine Nadel oder eine Messersitze erhitzen und das heiße Metall an den Bernstein halten. Bei einem echten Bernstein sollte ein deutlicher Harzgeruch wahrzunehmen sein.

Bernstein kann schwimmen

Eine weitere typische Eigenschaft von Harz ist, dass es leichter ist als "gewöhnliche" Steine. Die Dichte von Bernstein ist sogar so gering, dass sie nur unwesentlich über der von Wasser liegt. (siehe hierzu auch: Kann man Bernstein auf Usedom finden?) Diesen Umstand kann man ganz einfach für einen Bernsteintest nutzen. Je nach Größe des gefundenen Steins nimmt man ein Glas, eine Schüssel oder wenn man besonderes Glück hatte, einen Eimer und legt die Steine hinein. In das Gefäß füllt man nun kaltes Wasser und Salz - bei einem Gefäß von der Größe eines Trinkglases reichen meist schon einige Esslöffel Salz. Durch das Salz steigt die Dichte des Wassers so stark, dass sie über der Dichte von Bernstein liegt. Sobald dieser Punkt erreicht ist, beginnt der Bernstein zu schwimmen.

Bernstein lässt sich elektrisch aufladen

Abgesehen davon, dass Bernstein brennbar ist und schwimmen kann, hat er noch eine weitere faszinierende Eigenschaft, die ihn von anderen Steinen unterscheidet. Bernstein lässt sich elektrisch aufladen. Um dies zu testen muss man den Stein lediglich nehmen und an einem Stück Stoff reiben. Am besten eignet sich hierfür Wolle. Anschließend kann man mit dem Stein kleine Papierschnipselchen anziehen. Besonders gut geht das mit kleinen Fasern von Küchenrolle oder Toilettenpapier.

Klopftest an den Zähnen

Da Bernstein ein recht weiches Material ist und zudem oftmals Lufteinschlüsse aufweist, klingt er beim Klopfen gegen einen Zahl dumpf. Am deutlichsten wird das im direkten Vergleich zum Geräusch, das ein anderer kleiner Stein beim Klopfen gegen einen Zahl macht. Andere Steine ergeben ein hohes, klingendes Geräusch. Diesen Test sollte man jedoch nicht sofort am Strand durchführen, da er beim unwahrscheinlichen (aber dennoch möglichen) Verwechseln von Bernstein mit Phosphor, schlimme Folgen haben kann. Hier finden Sie weitere Infos über die Gefahren von Phosphor an Usedoms Stränden.

Bernstein schmilzt

Ebenso wie andere Harze auch, kann man Bernstein zum Schmelzen bringen. Hierfür reichen bereits Temperaturen von knapp unter 200°C. Man könnte einen am Strand gefundenen Bernstein also auf Echtheit testen, indem man in einen Backofen legt und diesen auf 200 Grad erhitzt. Da sich der Bernstein jedoch verformen würde, kommt dieser Test denkbar selten zur Anwendung.

Bernstein leuchtet unter UV-Licht

Wenn Bernstein von Ultraviolettem Licht (Schwarzlicht) angestrahlt wird, leuchtet er je nach Beschaffenheit der Oberfläche blau oder dunkelgrün. Glatte Steine leuchten eher blau und Steine mit einer rauen Oberfläche erscheinen unter UV-Licht eher grünlich.

Nagellackentferner kann Bernstein nichts anhaben

Falls Sie einen Bernstein gekauft haben und sich nicht sicher sind, ob dieser echt ist, können Sie es mit einem Wattestäbchen und etwas Nagellackentferner probieren. Tauchen Sie das Stäbchen in den Nagellackentferner und reiben Sie anschließend damit auf dem Bernstein. Die Watte an dem Stäbchen sollte sich bei einem echten Stein nicht verfärben. Verfärbt sich die Watte doch, könnte es sich um einen Pressbernstein oder einen künstlichen Bernstein handeln.

Er lässt sich mit einer Münze einritzen

Da insbesondere der Baltische Bernstein, wie er auf Usedom zu finden ist, recht weich ist, kann man ihn mit dem Rand einer Kupfermünze (bspw. 5-Cent-Stück) einritzen. Alternativ kann man vom Stein auch etwas abschaben. Sofern es sich um einen echten Bernstein handelt, sollte der abgeschabte Staub weiß aussehen.



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